Kurztrip: Von der Ökostrom-Ödnis zur Lition Utopie

Liebe Freunde, Mitglieder und Interessierte von Lition, für viele von euch ist Transparenz ein wichtiges Thema. Deshalb möchte ich heute einen Anfang machen und ein wenig Licht ins Dunkle der Energiewirtschaft bringen. Schritt für Schritt werde ich euch in den kommenden Wochen mehr zu den einzelnen Themen rund um Ökostrom, Herkunftsnachweise und Litions Lösungsansatz erklären. Los geht’s.

Das Problem

Ökostrom ist Energie, der ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind- oder Solarenergie, Wasserkraft, Biomasse oder Erdwärme gewonnen wurde. Oder? So sollte es sein.  Schaut man genauer hin wird schnell klar, dass dieser Begriff rechtlich nicht geschützt ist. Und das nutzen viele Unternehmen klar aus. Jeder kann mit diesem Begriff anstellen, was er oder sie möchte. Es gibt tatsächlich Strom, der nur auf dem Papier grün ist und damit nicht die Emission von klimaschädlichem CO2 reduziert. So werden Verbraucher hinters Licht geführt.

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Die Lösung, die keine ist.

Die Energiewirtschaft und die Politik haben sich etwas Sinnvolles ausgedacht: Herkunftsnachweise! Die Idee, elektrische Energie und deren „grüne Eigenschaft“ voneinander zu trennen.  Herkunftsnachweise belegen, dass eine bestimme Menge an Strom in einer bestimmten Anlage erzeugt wurde.  Diese Nachweise stehen zum Handel frei (über das Umweltbundesamt in Dessau)und können nur ein einziges Mal für einen Endkunden(Verbraucher) verwendet werden. Letzteres schließt eine Doppelvermarktung bei der Erzeugung und beim Verbrauch aus. Auf jeder Stromrechnung muss dieser Ökostrom entsprechend ausgewiesen werden.

Leider profitiert die Umwelt und die Energiewende nicht ernsthaft davon. In der Tat gewinnen in diesem System vor allem große Energieversorger, die noch sehr viel Kohle- und Atomstrom produzieren. Viele Stromkunden nehmen mit dem Kauf von Ökostrom fälschlicherweise an, sie kaufen und fördern regenerative Energie. Herkunftsnachweise bescheinigen lediglich, dass die erstandene Menge Strom auch tatsächlich in der EU als Ökostrom produziert wird. Darüber hinaus erhalten Ökostromproduzenten pro Kilowattstunde einen geringen Cent Betrag von den Aufkäufern der Herkunftsnachweise – nicht wirklich sexy, um in weitere Ökoenergie-Quellen zu investieren. Insgesamt sind solche Herkunftsnachweise zu billig, als dass sie marktwirtschaftlich einen positiven Einfluss auf die Energiewende hätten. Da Herkunftsnachweise gehandelt werden, lässt sich tatsächlich dreckiger Kohle- oder Atomstrom als „Öko“ deklarieren und damit „grün waschen“. Solchen “Ökostrom” lassen sich die Kohle- und Atomstromanbieter mit einer dicken Öko-Marge bezahlen. Sie nutzen die Zahlungsbereitschaft der Kunden für saubere Energie aus, Ökostrom aus Herkunftsnachweisen gibt keine Auskunft über die Qualität Stroms. Sie sind eine Notwendigkeit, für die kein Kunde mehr als nötig zahlen sollte.

Die andere Lösung

Ökostrom hat den Ruf, grundsätzlich teuer zu sein. Das trifft zumindest auf die Anbieter zu, die sich an die Vorgaben von hochwertigen Ökostrom-Zertifikaten halten. Diese garantieren, dass zusätzliche, neue Erneuerbare Anlagen gebaut werden. Das ist grundsätzlich eine sehr sinnvolle Idee, die wir bei Lition befürworten. Allerdings ist Vertrauen in den Stromanbieter nötig, dass dieser sich an komplexe Vorgaben hält und einer stringenten und geprüften Zertifizierung durch externe Gremien unterzieht.

Doch auch diese Lösung wurde von der Energiewirtschaft in der Vergangenheit das ein oder andere Mal ausgenutzt. Viele Stromanbieter haben einfach ihre eigenen Zertifikate geschaffen. Auf diese Weise sorgen sie für weitere Intransparenz in Hinblick auf Herkunftsnachweise und Ökostrom-Zertifikate. Ein echter Durchblick fällt hier schwer.

Fazit: Wenn du nach viel Recherche endlich den Durchblick bei den Ökostrom Zertifikaten hast und deinem Stromversorger vertraust, dann musst du diesen teuer bezahlen.

Welcome to Lition. Die Lösung für jeden.

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Wir arbeiten Schritt für Schritt daran, unsere Vision für das Stromsystem der Zukunft umzusetzen. In dieser Utopie sind alle Erzeuger und Verbraucher dank technologischer Innovationen vernetzt und können untereinander Strom handeln – selbstständig, kosteneffizient und einfach für den Stromkunden. Deshalb arbeiten wir an unserer eigenen Blockchain-Lösung, die gleichzeitig Transparenz herstellt und höchsten IT-Sicherheits- und Datenschutz-Anforderungen entspricht.

Der erste Schritt auf unserem Weg ist unser Lition-Marktplatz. Du kannst heute schon Kunde werden und das nachhaltige Kraftwerk aussuchen, das du für deinen Strom bezahlen willst. Damit sorgst du dafür, dass die Stromproduzenten, die sich für Erneuerbare Energien einsetzen, belohnt werden. Und mit drei Klicks kannst du dich täglich umentscheiden. Wir sind der erste und einzige Anbieter in Deutschland, der dir diese Einfluss gibt. Du hast die Macht, die Weichen für die Energiewende zu stellen.

Und wenn es bei dir aus den verschiedensten Gründen heraus, am Ende des Monats finanziell hinten und vorne nicht reicht, kannst du jederzeit die günstigste Variante unseres Ökostromangebotes auswählen: den Lition Standard-Mix. Dabei handelt es sich um Ökostrom aus Herkunftsnachweisen. Das ist überhaupt nicht verwerflich. Im Gegenteil, da wir keine extra Ökomarge aufschlagen, sind wir der einzige Anbieter in Deutschland, der Ökostrom demokratisch und sozial akzeptabel anbietet – ohne den erhobenen Zeigefinger der Öko-Idealisten. Bei uns macht Energiewende Spaß.

Du hast die Wahl. Nimm sie dir. Dein Benni.

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